Was im Napf fehlt, sieht man erst Jahre später
Gib Deinem Tier die Chance auf ein vitales Leben bis ins hohe Alter.
30 Jahre Zellforschung, kostenlos für Dich zusammengefasst. Gebe deine Daten ein und erhalte das WhitePaper kostenlos.
Premium Shop
Familienunternehmen mit 30+ Jahren Erfahrung

Die Flasche Lachsöl steht seit dem Frühling in der Kühlschranktür. Jeden Morgen ein Pumpstoss über das Futter von Bijou, jeden Morgen dieselbe leise Frage: Ist das eigentlich noch gut? Die Flasche ist erst halb leer, der Geruch kommt dir strenger vor als vor kurzem, und auf dem Küchenboden neben dem Napf glänzt schon wieder ein öliger Fleck.
Omega-3 für Hunde und Katzen muss vor allem eines liefern: nachvollziehbare Mengen der marinen Fettsäuren EPA und DHA. Lachsöl, Fischöl, Algenöl, Krillöl und Krillpulver kommen dafür alle infrage. Sie unterscheiden sich aber im Fettsäureprofil, in der Stabilität, in der Dosierung und darin, wie gut sie in deinen Alltag passen.
Ein gutes Öl ist Pulver nicht automatisch unterlegen. Öle reagieren nach dem Öffnen allerdings empfindlicher auf Sauerstoff, Licht wie auch Wärme. Getrocknetes Krillpulver lässt sich sauberer handhaben und bringt neben EPA und DHA weitere wertvolle Nährstoffe des ganzen Krills mit.
Tierartspezifisch geht es in unseren ausführlichen Ratgebern weiter:
Omega-3 ist eine Gruppe mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Für die Ernährung deines Tieres zählen drei davon:
Stell dir ALA als Rohwolle vor und EPA und DHA als fertigen Pullover. Dazwischen liegen mehrere Arbeitsschritte in der Spinnerei des Körpers. Beim Hund läuft diese Spinnerei im Teilzeitbetrieb, bei der Katze steht sie praktisch still.
Wer deinem Tier gezielt EPA und DHA geben will, verlässt sich deshalb nicht auf ein Etikett, auf dem nur „reich an Omega-3“ steht.
| Quelle | Typisches Profil | Vorteile | Darauf achten |
|---|---|---|---|
| Leinöl, Rapsöl, Hanföl | vor allem ALA (Alpha-Linolensäure) | pflanzlich und einfach verfügbar | keine verlässliche alleinige Quelle für EPA und DHA |
| Lachsöl | EPA und DHA | bekannt, gut mischbar, häufig günstig | ausgewiesene Werte für EPA und DHA, Frische und Lagerung |
| Fischöl | EPA und DHA | je nach Rohstoff hohe Konzentration | Fischart, Reinigung, Oxidationsschutz und Deklaration |
| Algenöl | meist DHA, teilweise EPA | direkte Quelle ohne Fischfang | Fettsäureprofil unterscheidet sich stark von Produkt zu Produkt |
| Krillöl | EPA und DHA, teilweise an Phospholipide gebunden | konzentrierte Krillfraktion mit Astaxanthin | bleibt ein empfindliches flüssiges Öl |
| Krillmehl oder Krillpulver | EPA und DHA in einer trockenen Vollrohstoffmatrix | zusätzlich Protein, Phospholipide, Cholin, Astaxanthin und Chitin | meist weniger konzentriert als reines Öl |
Zwei Produkte können beide als Omega-3 Ergänzung verkauft werden und trotzdem völlig unterschiedliche Mengen EPA und DHA liefern. Das gilt sogar für zwei Lachsöle.
Wie viel Omega-3 im Lachs steckt, hängt davon ab, was der Lachs selbst gefressen hat. Schottischer Zuchtlachs lieferte 2015 fast nur noch halb so viel langkettiges Omega-3 wie 2006, nachdem ein Teil der marinen Zutaten in seinem Futter durch pflanzliche Rohstoffe ersetzt worden war (Sprague et al. 2016).
„Lachsöl“ ist also ein Herkunftsname, ähnlich wie „Rotwein“ auf einer Flasche. Ob darin ein Grand Cru steckt oder ein einfacher Tafelwein, verrät dir erst die Analyse.
| Angabe | Was sie aussagt |
|---|---|
| „reich an Omega-3“ | ohne Mengenangabe wertlos für einen Vergleich |
| „Omega-3 gesamt: 12%“ | Summenwert ohne Aufschlüsselung |
| „100% Lachsöl“ | beschreibt die Zutat, nicht den Gehalt an EPA und DHA |
| „EPA 8%, DHA 6%“ | ermöglicht einen echten Vergleich |
| EPA und DHA pro Tagesportion | besonders hilfreich für die Dosierung |
EPA und DHA besitzen mehrere Doppelbindungen, und jede davon ist eine offene Tür für Sauerstoff. Deshalb verändern sich diese Fettsäuren an der Luft schneller als andere Fette, so wie ein aufgeschnittener Apfel braun wird, während die ganze Frucht in der Schale tagelang frisch bleibt.
Wie schnell ein geöffnetes Öl altert, hängt von Rohstoffqualität, Verpackung, zugesetzten Antioxidantien, Temperatur, Licht und der Aufbrauchdauer ab. Man kann nicht pauschal sagen, dass nach x-Tagen das Öl ranzig wird.
Was stimmt: Mit jeder Öffnung gelangt neue Luft in die Flasche, und mit jedem Pumpstoss wird der Luftraum darin grösser. Eine Katze oder ein kleiner Hund braucht pro Tag nur eine kleine Menge an Öl, eine grosse Flasche bleibt dadurch oft über Monate offen.
Deine Nase ist dabei nur ein grobes Warnsignal. Frühe Oxidationsprozesse lassen sich am Geruch nicht zuverlässig erkennen.
| Kriterium | Öl | Krillpulver |
|---|---|---|
| Dichte an EPA und DHA | häufig höher, wenn die Qualität stimmt | abhängig vom Krillanteil |
| Kontakt mit Sauerstoff | freie Öloberfläche und wachsende Restluft | Fett in trockener Rohstoffmatrix eingebunden |
| Oxidationsschutz | häufig zugesetztes Vitamin E | natürliches Astaxanthin aus dem Krill |
| Dosierung | Milliliter, Tropfen oder Pumpstösse | Gramm oder Messlöffel |
| Handhabung | kann tropfen und auslaufen | sauber mischbar und gut transportierbar |
| Weitere Nährstoffe | hauptsächlich Fettfraktion | zusätzlich Protein, Cholin, Phospholipide und Chitin |
Im Pulver liegt das Fett eingebettet in der trockenen Krillmatrix, ähnlich wie Nüsse in einem Müesliriegel. In der Flasche dagegen liegt es als offene Fläche, die bei jedem Öffnen frische Luft abbekommt.
Öl passt zu dir, wenn dein Tier eine hohe Konzentration an EPA und DHA braucht und du die Flasche schnell aufbrauchst und richtig lagerst. Pulver passt, wenn dir einfache Handhabung, kleine Portionen und ein breiteres Nährstoffprofil wichtiger sind.
Für Krillöl wird nur die Fettfraktion aus dem Krill gewonnen, das ist der abgeschöpfte Rahm. Krillmehl nutzt einen viel grösseren Teil des Rohstoffs, also die ganze Milch. Deshalb enthält es neben Fett auch Protein, Mineralstoffe und Chitin aus dem Panzer.
Ein Teil der Omega-3 Fettsäuren im Krill ist an Phospholipide gebunden. Phospholipide sind das Material, aus dem die Hülle jeder Körperzelle besteht. Das Omega-3 aus Krill liegt damit schon in dem Format vor, in dem der Körper es in seine Zellmembranen einbaut. In einer Studie mit Schlittenhunden stieg der Anteil von EPA und DHA in den Zellmembranen (der sogenannte Omega-3-Index) mit Krill um 62 Prozent, mit Fischöl bei gleicher Menge EPA und DHA um 21 Prozent (Burri et al. 2020).
Krill liefert ausserdem Cholin als Bestandteil von Phosphatidylcholin sowie natürliches Astaxanthin, jenes rote Pigment, das den Krill und auch den Wildlachs färbt.
Chitin ist ein Ballaststoff, der dem Krillpanzer seine Form gibt. Forschende untersuchen Chitin und sein Abbauprodukt Chitosan derzeit im Zusammenhang mit der Darmflora.

Der grösste Denkfehler im Haustiermarkt lautet „viel hilft viel”. Er unterschlägt, was zwischen Napf und Zellmembran passiert.
Zugeführte Fettsäuren sind erst dann am Ziel, wenn sie in die Membran eingebaut sind. Dieser Einbau ist ein eigener Stoffwechselweg, in der Biochemie nach seinem Entdecker als Kennedy-Weg bezeichnet. Er braucht drei Zulieferungen, und ein reines Öl bringt nur eine davon mit.
Erstens die Fettsäure selbst. Aus Omega-3 aus Fischöl kommt als Triglycerid und muss vom Körper erst in die Phospholipidform überführt werden. Auf diesem Umweg geht ein Teil verloren, weil Triglyceride leichter als Energie verbrannt werden. Krill liefert EPA und DHA bereits phospholipidgebunden. Der Umbauschritt entfällt.
Zweitens Cholin. Es bildet den Kopf des Phosphatidylcholins, also des Moleküls, in das DHA eingelagert wird. Im Krill liegt Cholin bereits als Phosphatidylcholin vor und ist damit gut verfügbar.
Drittens die Nukleotide. Der Kennedy-Weg läuft über CDP-Cholin und CDP-Diacylglycerol, und beide Zwischenstufen brauchen aktiviertes Cytidin. Cytidin und Uridin sind Pyrimidin-Bausteine, und sie werden in Phasen mit hohem Zellumsatz als Erstes knapp: im Wachstum, im Fellwechsel, nach Belastung und mit zunehmendem Alter. Der Körper kann sie selbst herstellen, allerdings nur über einen energieintensiven Syntheseweg. Genau diese Bausteine liefert die Zellnahrungs-Formel Cell-K30-Nutrition® fertig und hoch bioverfügbar.
Dazu kommt die Aufnahmeseite. Fette gelangen über die Schleimhaut des Dünndarms in den Organismus, und dieses Gewebe erneuert sich schneller als fast jedes andere im Körper. Für Nukleotide in der Nahrung ist gut untersucht, dass sie den Aufbau und die Erneuerung der Darmschleimhaut unterstützen, also genau der Struktur, über die das Fett überhaupt erst hereinkommt.
Ein reines Öl liefert Fettsäuren. Es liefert nichts für die Struktur, die sie aufnimmt, und nichts für den Schritt, der sie in die Membran bringt. OmegaPlus bringt alle drei Zulieferungen in eine Portion.
Wer Krill füttert, sollte die Frage nach dem Naturschutz ernst nehmen, denn Krill ist das Basisglied der antarktischen Nahrungskette. Die Fischerei im antarktischen Gebiet 48 unterliegt der Überwachung durch die CCAMLR. Die vorsorgliche Fangbegrenzung liegt bei unter 1% der geschätzten Biomasse, und die Biomasse gilt seit über 20 Jahren als stabil.
Der Rohstoff, den wir verwenden, stammt aus einer MSC-zertifizierten Fischerei mit lückenloser Rückverfolgbarkeit. Über das ECO-Harvesting™-Verfahren wird Beifang vermieden, und der Krill wird direkt an Bord fangfrisch weiterverarbeitet.
Frag bei jedem Krillprodukt nach genau diesen drei Punkten: Zertifizierung, Rückverfolgbarkeit, Verarbeitung an Bord.
OmegaPlus kombiniert Krillmehl, Cell-K30-Nutrition® Nukleotide, Moringa und Hanfsamenprotein. So verbindet OmegaPlus marine Omega-3 Fettsäuren mit weiteren Nährstoffgruppen, die im Körper deines Tieres zusammenarbeiten.
Der Krill liefert EPA, DHA, Phospholipide, Cholin, Astaxanthin und marines Protein. Moringa und Hanfsamenprotein erweitern das Pflanzenprofil und das Spektrum an Aminosäuren.
Stell dir den Körper deines Tieres als Baustelle vor, auf der rund um die Uhr neue Zellen entstehen. EPA und DHA sind Teil der Aussenwände dieser Zellen. Bevor aber überhaupt eine neue Zelle gebaut werden kann, muss der Bauplan aus dem Archiv kopiert und auf die Baustelle geschickt werden. Das Papier und die Tinte für diese Kopien sind Nukleotide.
Fehlt dieses Material, stapelt sich das beste Baumaterial ungenutzt am Strassenrand. Die Zellnahrungs-Formel Cell-K30-Nutrition® liefert es genau dann, wenn der Verbrauch steigt: im Wachstum, bei Alltags-Stress und Belastung, im Alter und in jeder Phase der Erholung oder Regeneration. Damit unterstützt OmegaPlus die Zellerneuerung von zwei Seiten, mit dem Material für die Zellhülle und mit dem Material für die Baupläne.
Im Hunderatgeber geht es um Wirkung und Dosierung, um Haut und Fell, Gelenke, ältere und aktive Hunde sowie um den direkten Vergleich von Lachsöl und Krillpulver.
→ Omega-3 für Hunde: Wirkung, Dosierung und Quellen
Im Katzenratgeber erfährst du, warum Katzen ALA kaum umwandeln können, was Omega-3 für Fell, Haut und Seniorkatzen bedeutet, wie du richtig dosierst und wie du das Pulver unter Nassfutter oder Trockenfutter mischst, ohne dass deine Katze die Nase rümpft.
→ Omega-3 für Katzen: Wirkung, Dosierung und Quellen
Nein. Ein qualitativ hochstehendes, frisches, korrekt gelagertes und transparent deklariertes Öl kann eine gute Quelle für EPA und DHA sein. Pulver punktet vor allem bei Handhabung, Dosierung und dem Nährstoffprofil des ganzen Rohstoffs.
In der Regel nicht. Reine Öle hoher Qualität liefern pro Gramm mehr EPA und DHA. Krillpulver enthält dafür Protein, Cholin, Astaxanthin und Phospholipide, die im Öl fehlen.
Weil du mehr bekommst als die Fettfraktion. Im Pulver steckt der ganze getrocknete Krill mit Protein, Cholin und Astaxanthin, und die Herstellung einer stabilen, trockenen Rezeptur ist aufwendiger als das Abfüllen von Öl. Ein Teil des Preisunterschieds gleicht sich im Alltag aus, weil kein Öl oxidiert und entsorgt werden muss.
Die Fettsäuren sind dieselben, Tagesmenge, Akzeptanz und Anwendung unterscheiden sich aber. Nutze eine Dosierung, die für die jeweilige Tierart ausgewiesen ist.
Ja, wenn es relevante Mengen DHA und gegebenenfalls EPA liefert. Algenöle unterscheiden sich stark in ihrem Fettsäureprofil, deshalb lohnt sich der Blick auf die Deklaration.